FONTE Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses
Aktuelles / Ausschreibungen

Tagung

Wiederentdeckungen und Neulektüren von Autorinnen aus der Romania (17.-18. Jahrhundert)

Gefördert von der FONTE-Stiftung

5.-6. September 2019, Humboldt Universität zu Berlin

Organisiert von Prof. Dr. Renate Kroll und PD Dr. Marina Ortrud M. Hertrampf

Bewerbungsfrist: 31. März 2019

In Italien und Frankreich hatten sich bereits ab dem 16. Jahrhundert ausgeprägte weibliche Salonkulturen entwickelt, die sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einflussreichen Institutionen des literarischen und kulturellen Austauschs herausbildeten. Obwohl die Zahl von Autorinnen in der Romania, deren Werke zu ihren Lebzeiten gedruckt und erfolgreich rezipiert wurden, im 17. und 18. Jahrhundert in bis dato beispielloser Weise anstieg, sind heute, selbst in romanistischen Kreisen, nur auffallend wenige davon noch bekannt. Blickt man auf den Kanon der Literaturgeschichten, die Lehrpläne in den Schulen, die universitären Forschungs- und Lehrangebote, so haben auch dorthin nur wenige dieser Texte Eingang gefunden. Ein Großteil der Autorinnen des 17. und 18. Jahrhunderts wurde nie Teil des jeweiligen nationalliterarischen Gedächtnisses, obwohl sich ihre Texte zu ihren Lebenzeiten einer weitreichenden Beliebtheit erfreuten und eine nicht unwesentliche literarische und kulturhistorische Rolle spielten.

Die Organisatorinnen dieser Tagung haben es sich zum Ziel gesetzt, die an den Rand geschobenen Autorinnen, ob sie nun den Weg in die offizielle Literaturgeschichte gefunden haben oder mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind, wieder sichtbar zu machen. Ihre Werke – trotz fehlender aktueller Texteditionen – vorzustellen, in den literatur- und kulturhistorischen Kontext zu setzen und ihre literaturhistorische Bedeutung herauszuarbeiten, ist eines der zentralen Anliegen der Tagung. 

Allerdings sollten nicht nur unbekannt gebliebene Werke ,vergessener‘ Autorinnen vorgestellt werden, sondern auch Texte solcher Autorinnen, die (wie z.B. Madame de Lafayette, Madame de Graffigny oder Sor Juana Inés de la Cruz) den Weg in die offiziellen (d.h. gemeinhin männlich dominierten) Literaturgeschichten gefunden haben. Hier ginge es vor allem um Neulektüren, um methodisch-theoretische Neuperspektivierungen, die gängige Bewertungen und Interpretationsansätze modifizieren und neue Lesarten ermöglichen.

Die aktuell ausgeschriebene Tagung zum 17. und 18. Jahrhundert mit ihrem weitreichenden rediscovering und rereading of women’s texts, mit einer Präsentation von (Wieder-) Entdeckungen und Neulektüren von Texten romanischer Autorinnen, möchte ein weiterer Meilenstein in der bislang noch immer nicht vollständig geschriebenen Literaturgeschichte von Autorinnen der Romania sein.

Die Tagung richtet sich an etablierte Romanistinnen, will aber ganz explizit auch in diesem Forschungsfeld arbeitende Nachwuchswissenschaftler-Innen ermutigen, ihre Ansätze und (ersten) Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Bitte richten Sie Ihren Vortragsvorschlag mit einem kurzen Abstract im Umfang von ca. 300-400 Wörtern zusammen mit einer kurzen Biobibliographie bis 31. März 2019 an PD Dr. Marina O. Hertrampf (marina.hertrampf@sprachlit.uni-regensburg.de) mit Cc an Prof. Dr. Renate Kroll (renate.kroll@romanistik.hu-berlin.de). Die Forschungsergebnisse sollen im Anschluss an die Tagung Eingang in eine Publikation finden.

Bitte schicken Sie Ihren Vortragsvorschlag mit einem kurzen Abstract im Umfang von ca. 300-400 Wörtern zusammen mit einer kurzen Biobibliographie bis 31. März 2019 an PD Dr. Marina O. Hertrampf (marina.hertrampf@sprachlit.uni-regensburg.de) mit Cc an Prof. Dr. Renate Kroll (renate.kroll@romanistik.hu-berlin.de). Die Forschungsergebnisse sollen im Anschluss an die Tagung Eingang in eine Publikation finden.